Bürgerabend "Energie und Umwelt" am 27. Mai 2019

 

Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die während der Veranstaltung über das Online-Umfrage-Tool "Mentimeter" eingegangen sind, aber aus Zeitgründen nicht beantwortet werden konnten.

Wo fand bisher Bürgerbeteiligung statt und welches Feedback ist konkret eingeflossen?

Wir möchten, dass sich die Darmstädterinnen und Darmstädter in ihrer Stadt wohlfühlen. Bei allen Projekten auf dem Weg zur digitalen Modellstadt stehen daher die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger sowie Darmstädter Unternehmen und der für sie greifbare Nutzen im Mittelpunkt. Basierend auf dem Prinzip der Teilhabe und Transparenz ist es Oberbürgermeister Jochen Partsch und allen Projektverantwortlichen daher besonders wichtig, die Darmstädterinnen und Darmstädter aktiv in das Geschehen einzubinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen, Präferenzen und Blickwinkel einzubringen sowie Fragen zu stellen. Daher finden regelmäßig Bürgerbeteiligungsveranstaltungen statt.

Einige Beispiele:

Im Rahmen der Digitalstadt-ARENA konnten sich die Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte im September 2018 im Darmstadtium über die Projekte der Digitalstadt Darmstadt informieren, ihre Meinung äußern, bei Vorhaben direkt mitarbeiten und mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen.

Am 13. November 2018 wurde der Strategie-Entwurf der Öffentlichkeit vorgestellt. Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte wurden eingeladen, sich zu informieren und das Manuskript zu kommentieren. Als Handlungsrahmen wurde bewusst keine Endversion, sondern nur ein Entwurf entwickelt, um diesen dann mit Hilfe der Impulse der Bürgerinnen und Bürger zu finalisieren. Die Bürgerinnen und Bürger konnten auf diese Weise die Strategie der Digitalstadt Darmstadt mitgestalten. 
Die Veranstaltung war der Auftakt einer vierwöchigen Beteiligungsphase: Wer beim Bürger-Event zur Digitalstadt-Strategie nicht live dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit, sich hier auf unserer Bürgerbeteiligungsseite online zu beteiligen und mit zu diskutieren. Die mehr als 100 Anregungen, Ergänzungen und Hinweise der Bürgerinnen und Bürger wurden systematisch nach inhaltlichen Kategorien ausgewertet und sind in die weitere Ausarbeitung der Digitalstadt-Strategie eingeflossen.

Darüber hinaus können die Bürgerinnen und Bürger sich jederzeit hier auf unserer Online-Beteiligungsplattform über die aktuellen Digitalstadt-Projekte informieren und in einen Austausch mit den Verantwortlichen treten. Wir zeigen, woran wir genau arbeiten und wo wir auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger setzen.

Das Feedback aus den Veranstaltungen und der Beteiligungsplattform fließt unmittelbar in die Projekte ein. Der Mängelmelder „DA ist was“ auf der Bürgerbeteiligungsplattform der Wissenschaftsstadt Darmstadt (https://da-bei.darmstadt.de) war beispielsweise eine Idee aus der ersten Bürgerbeteiligung zur Digitalstadt Darmstadt im Mai 2017. (Über den Mängelmelder können die Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Stadtverwaltung direkt über Infrastruktur-Mängel oder Schäden im Stadtgebiet wie bspw. verschmutzte Spielplätze, überfüllte Mülleimer in Parkanlagen oder defekte Straßenlaternen informieren und jederzeit den Bearbeitungsstatus verfolgen.)

In diesem Jahr veranstalten wir insgesamt fünf Bürgerabende. Bei diesen Events können sich die Bürgerinnen und Bürger über die verschiedenen Digitalisierungshandlungsfelder informieren und mit den Projektverantwortlichen in den Dialog treten.

Wird die Bürgerbeteiligung dokumentiert? Wo kann man das abrufen?

Auf unserer Bürgerbeteiligungsseite können Sie Ihre Kommentare, Ihre Anregungen oder auch Ihre Kritik zu den einzelnen Projekten der Digitalstadt Darmstadt anbringen.

Die Fragen, die im Rahmen der Bürger-Events mangels Zeit unbeantwortet geblieben sind, beantworten wir im Nachgang und veröffentlichen sie dann hier.

Sind weitere Projekte möglich?

Projektideen einzubringen, ist jederzeit möglich. Die Experten der jeweiligen Handlungsfelder prüfen die Ideen auf Sinnhaftigkeit und Machbarkeit und lassen sie entweder in bestehende Projekte einfließen oder entwickeln daraus Folgeprojekte. Natürlich muss dabei auch die Ressourcenverfügbarkeit berücksichtigt werden.

Gibt es auch Maßnahmen, um den illegalen Müllabladungen in den Stadtbezirken entgegen zu wirken? Wird aktuell von privaten Clean-Up Gruppen bearbeitet.

Beim Auffinden von wildem Müll haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an das Bürger- und Ordnungsamt (Abteilung Kommunalpolizei) zu wenden. Dieses beauftragt den Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) mit der Entsorgung der Abfälle.

Über den Mängelmelder „DA ist was!“ kann Müll im öffentlichen Raum (wie bspw. Müll auf Spielplätzen oder überfüllte Mülleimer in Parkanlagen) gemeldet werden. Der Hinweis wird dann zur Behebung an die zuständige Fachstelle weitergeleitet. Anhand von Statusmeldungen kann der Bearbeitungsstatus verfolgt werden.

Wild abgeladener Müll ist leider trotz hoher Strafen ein großes Ärgernis und hartnäckiges Problem in Hessen und insbesondere in Städten.

Wie geht es nach der Digitalstadt mit der Digitalisierung der Stadt weiter?

Die Digitalstadt Darmstadt GmbH wurde gegründet, um alle Akteure unter einem Dach zusammenzubringen – die Stadtverwaltung, Unternehmen, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik.

Wir als Digitalstadt sind uns der Verantwortung bewusst, die mit dem Gewinn des Titels „Digitale Stadt“ einhergeht. Für uns geht es daher um sehr viel mehr als nur darum, modernste digitale Anwendungen zu entwickeln. Neben Sicherheit und Partizipation steht auch immer die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt unserer Überlegungen und unseres Handelns. Alle Maßnahmen sind dort angesiedelt, wo die entsprechende Aufgabe verortet ist, sodass die Lösungen auch nach dem Projektzeitraum weitergeführt werden. Klar ist, digitale Transformation Darmstadts wird weitergehen.

Wenn ich hier bin, warum soll ich meine Frage über die App stellen?

Bei den Bürger-Events setzen wir auf die Vielfalt der Kommunikationswege und nutzen sowohl analoge als auch digitale Werkzeuge, um allen Bürgerinnen und Bürgern eine Beteiligung zu ermöglichen. Das Publikum hat die Möglichkeit, seine Fragen über ein Online-Umfrage-Tool zu stellen. Gleichermaßen werden durch die Moderatorin auch via Mikrofon Stimmen aus dem Auditorium eingeholt. Auf  einer Feedback-Wand können Kommentare auf Post-its hinterlassen werden. In den angebotenen Workshops findet ein intensiver Austausch statt und die Projektverantwortlichen stehen den ganzen Abend über im persönlichen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Das Online-Umfrage-Tool setzen wir bewusst ein, um auch Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die die Artikulation ihrer Frage via Mikrofon möglicherweise scheuen würden, dazu zu ermutigen, sich zu beteiligen. Zugleich bleibt über dieses Tool die Anonymität gewahrt. Wir möchten auf diese Weise die Hemmschwelle zur freien Meinungsäußerung herabsetzen.

Wichtig ist uns, dass die eingesetzte Technik die menschliche Interaktion lediglich unterstützt, sie aber keinesfalls ersetzt.

Was ist die übergeordnete Vision für eine Digitalstadt in 3-5 Sätzen?

Die Digitalstadt Darmstadt ist Vorreiter und internationaler Leuchtturm dafür, mit neuen Technologien den Alltag der Menschen in der Stadt zu erleichtern. Dabei bauen wir auf dem einzigartigen Charakter als Wissenschafts- und Kulturstadt auf, um Darmstadt heute und in Zukunft attraktiv und lebenswert zu gestalten.

Unsere digitalen Lösungen sind wertvoll für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft und Wissenschaft. Sie bieten einen sicheren und souveränen Umgang mit Daten, stärken die Partizipation in unserer Gemeinschaft und sorgen für einen nachhaltigeren Einsatz unserer Ressourcen.

Wie unterstützt die Stadt zukünftig die Digitalisierung?

Oberbürgermeister Jochen Partsch steht dafür, die Digitalisierung zum Nutzen und Wohle der Menschen zu gestalten und nicht einfach geschehen zu lassen. Digitalisierung in der Daseinsvorsorge ist kein Selbstzweck. Die Stadt wir auch zukünftig ihre Leistungen und Angebote mit Unterstützung moderner Technologien weiterentwickeln. Als Beispiel kann hier der Ausbau weiterer städtischer Dienstleistungen über Online-Dienste genannt werden.

Nach welchen Kriterien werden die Standorte der Messstationen gewählt?

Das Netz zur Messung der Luftqualität im Darmstädter Stadtgebiet und im Umland wurde deutlich erweitert: 18 Luftgüte-Messsysteme wurden an Multifunktionsgehäusen der Telekom (herkömmliche Straßenverteiler, die sonst für Internet und Telefon in den Haushalten sorgen) angebracht. Diese Messstationen sollen mittelfristig die bereits vorhandenen Messpunkte des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) ergänzen und die Anzahl der Messdaten deutlich erhöhen. An den neuen Messstellen werden neben der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und dem Luftdruck mit Hilfe von Sensoren auch die Menge von Feinstaubpartikeln in der Luft sowie die Sauerstoff-, Stickstoffmonoxid- und Stickstoffdioxidkonzentration gemessen.

Durch die flächendeckende Verteilung der Messgeräte entsteht ein Netz aus Messwerten. Die Luftqualität kann auf diese Weise sehr viel differenzierter analysiert werden. Die Standorte der Messstationen wurden so ausgewählt, dass sie ein repräsentatives und objektives Bild über die Immissionssituation liefern.

Was ist ihr Lieblingsprojekt?

Was die Digitalstadt Darmstadt im Vergleich zu anderen Kommunen und Städten ausmacht, ist die Vielfalt der Themenfelder. Durch die zeitlich parallele Entwicklung der Projekte sind Synergien und Vernetzungen im gesamten Stadtgebiet entstanden, die bundesweit als einmalig betrachtet werden können.

Auch die Begleitung der Projekte durch unsere Expertenbeiräte ist eine Besonderheit. Der Ethik- und Technologiebeirat, der sich aus hochqualifizierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft zusammensetzt, unterstützt uns dabei, die Herausforderungen der Digitalisierung für unsere Gesellschaft aus ethischer Sicht bestmöglich zu beurteilen. Die erarbeiteten ethischen Leitlinien sind eine wichtige Orientierung bei den städtischen Digitalisierungsaktivitäten.

Fliegen die Drohnen der Feuerwehr schon?

Im Moment wird die Drohne noch getestet und für Übungszwecke eingesetzt. Nach der erfolgreichen Testphase soll sie dann in die reguläre Arbeit der Einsatzkräfte aufgenommen und bei realen Einsätzen angewendet werden.

Wie können wir Bürger Einfluss auf die Auswahl von Projekten nehmen?

Darmstadt kann nur gemeinsam mit den Menschen in der Region sinnvoll zur digitalen Stadt weiterentwickelt werden. Der Bürgernutzen und die Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Projektgestaltung stehen daher bei allen Maßnahmen im Mittelpunkt.

Das Interesse und die Beteiligung der Bürgerschaft an den Digitalisierungsvorhaben in Darmstadt sind erfreulicherweise enorm hoch. Das haben vor allem die sehr gut besuchten Bürgerbeteiligungsveranstaltungen im vergangenen Jahr gezeigt.

Bei der Vorstellung der Strategie der Digitalstadt Darmstadt und im Rahmen der anschließenden vierwöchigen Beteiligungsphase konnten die Bürgerinnen und Bürger diskutieren, ob die Stadt etwa eine übergreifende Datenplattform etablieren möchte oder ob ein kostenfreies WLAN in den öffentlichen Personennahverkehr integriert werden soll.

Mit den diesjährigen fünf Bürgerabenden sollen die einzelnen Projektbereiche mit ihren Vorhaben für die Menschen in unserer Stadt noch greifbarer gemacht werden. Die Bürgerinnen und Bürgern haben bei diesen Events die Möglichkeit, mit den Projektverantwortlichen in den direkten Austausch zu treten, ihre Meinung zu äußern und sich auf diese Weise in die Projektvorhaben einzubringen.

Wieso werden nicht einfach ganz viele NORMALE BÄUME gepflanzt?!

Um den urbanen Raum lebenswerter, umweltfreundlicher und zukunftsfähiger zu gestalten, sind CityTrees ein innovativer Lösungsansatz: Sie können große Mengen Feinstaub, Stickoxide sowie CO2 aus der Luft filtern und so die Luft so effektiv reinigen wie ca. 275 Bäume. (Es handelt sich dabei um eine vier Meter hohe, vertikale Wandkonstruktion, die mit speziellen Moosen begrünt wird. Das Moos reinigt die Luft auf natürliche Weise, denn es ist in der Lage, Schadstoffe zu absorbieren. Integrierte Ventilatoren erhöhen dabei die Luftzirkulation und passen sich automatisch an die Luftqualität in der Umgebung an.) Ein CityTree kann somit also dazu beitragen, die Luftqualität in Darmstadt zu verbessern.

Zugleich erfüllt ein CityTree aber auch andere Funktionen: Er erfasst Daten zum Umgebungsklima und der Luftqualität. Da die Ventilatoren in Verbindung mit den Mooskulturen auch für kühlere Luft sorgen, kann man an heißen Sommertagen auf den integrierten Sitzbänken den Kühlungseffekt genießen, der von den Moosen ausgeht. Der CityTree ist also zugleich ein modernes Sitzmöbel.

Echte Bäume soll solch ein City Tree jedoch nicht ersetzen oder gar verdrängen, er soll lediglich als Ergänzung zum vorhandenen Stadtgrün dienen.

Wieso ist das Radweg-Netzwerk nicht in ganz Darmstadt sicher & durchgängig... sondern immer noch stark ausbaubar!

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung des Radverkehrs in Darmstadt. Auf der Seite https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/radfahren-in-darmstadt/downloadsberichte/ sind Quartalsberichte eingestellt, die einen Überblick über umgesetzte Maßnahmen in diesem Jahr geben.

Wie wollt ihr auf die Forderungen von Fridays For Future reagieren für eine gemeinsame grüne Zukunft?!

https://fridaysforfuture.de/forderungen/

Umweltschutz und Ressourcenschonung sind wesentliche Aspekte der Stadtpolitik der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Auch für die Digitalstadt Darmstadt spielt Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Viele der Digitalisierungsprojekte und -maßnahmen, die wir in Darmstadt umsetzen, sind auf die Reduktion von Umweltbelastungen, eine Verringerung des Energieverbrauchs sowie einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ausgerichtet und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

So betreibt die Digitalstadt Darmstadt beispielsweise gemeinsam mit der Deutschen Telekom Deutschlands erstes digitales Messnetz für Luft-Schadstoffe. Die digitalen, in bestehende Infrastruktur integrierten Sensor-Stationen sammeln kontinuierlich und weitgehend flächendeckend wertvolle Daten zu den Schadstoffen NO2, NO und Ozon und messen die Feinstaub-Konzentration. Die Messwerte geben Aufschluss darüber, ob eingeleitete Maßnahmen zur Umsetzung der Luftreinhaltepläne und Verbesserung des Stadtklimas auch wirksam sind.

Auch beim Hoch­wasser- und Umwelt­schutz kommen spezielle Sensoren zum Einsatz. So werden an einem Abwas­ser­kanal in Darm­stadt bereits Wasser­stand, Strö­mung und Belas­tung durch Chemi­ka­lien gemessen. Weitere Sensoren werden folgen.

Mit dem CityTree erproben wir in Darmstadt neue Wege, um die Luftgüte nachhaltig zu verbessern. Verschiedene Moosarten binden Umweltgifte wie Feinstaub, während sie gleichzeitig Sauerstoff produzieren.

Ein weiteres Thema, das untrennbar mit einer klimafreundlichen, nachhaltigen Lebensweise verknüpft ist, ist die Mobilität: Darmstadts Straßenverkehr wird schon jetzt digital und in Echtzeit sowie abhängig vom Verkehrsaufkommen gesteuert. Alle 182 Signalanlagen sind über ein Lichtwellennetz mit einer Schnittstelle verbunden. Kameras übermitteln mittels anonymisierter Bilder die Verkehrsdichte und lösen die optimierten Ampelschaltungen automatisch aus. Ein Verkehr, der reguliert ist und weniger Stau produziert, reduziert auch Schadstoffe in der Luft.

Auch an Systemen für intelligentes Parken, der digitalen Vernetzung des ÖPNV, Car-Sharing-Angeboten sowie der Erweiterung der E-Ladesäulen-Infrastruktur wird in Darmstadt gearbeitet.

Durch den Einsatz energieeffizienter und intelligenter Straßenlaternen möchten wir ebenfalls die Umwelt schützen. Ziel des Projektes „Smart Lighting“ ist es, sukzessive eine energieeffiziente Beleuchtung zu implementieren, die durch adaptive Beleuchtung der Umweltbelastung entgegenwirkt und zugleich die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger fördert. Der erste Straßenzug wurde bereits mit solchen Laternen ausgestattet: Im Schleifweg in Wixhausen setzen mit speziellen Sensoren ausgestattete LED-Straßenlaternen das Prinzip der adaptiven Beleuchtung um. Die Energieeinsparung ist enorm, da die eingebauten Sensoren bereits geringste Tageslichtveränderungen wahrnehmen und entsprechend ihre Leuchtstärke regulieren können. Im Vergleich zur konventionellen Beleuchtung, die etwa fünfmal so viel Energie benötigt wie LEDs, wird hierdurch der Energieverbrauch um rund 87 Prozent gesenkt. Die adaptive Beleuchtung ist vor allem an Strecken sinnvoll, auf denen kein regelmäßiger Verkehrsfluss stattfindet und das künstliche Licht bei Nicht-Nutzung der Strecke auf ein minimales Niveau reduziert werden kann. Die Umwelt profitiert, da weniger CO2 bei der Energieerzeugung anfällt. Pflanzen, die für ihren Wachstumszyklus Dunkelheit benötigen, werden geschützt und nachtaktiven Tieren wird geholfen, damit sie sich bei ihrer Nahrungssuche besser orientieren können.