Kapitel 6: Organisation, Umsetzung und Finanzierung

Organisation und Umsetzung

Die Umsetzung der Strategie wird durch die Digitalstadt Darmstadt GmbH gesteuert. Sie stellt die erfolgreiche Umsetzung zur Digitalstadt nach dem Bitkom-Wettbewerb sicher, um Darmstadt als digitale Modellstadt Deutschlands und Europas zu etablieren. Sie ist verantwortlich für die Koordination der Projekte von unterschiedlichen Akteuren, schafft Synergien und Mehrwerte für alle Beteiligten und stellt eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und -wirtschaft sicher.

Im Zentrum unserer GmbH steht die Geschäftsführung, die zentrale Aufgaben des Programm- und Projektmanagements übernimmt und für die Vor- und Nachbereitung der Kommunikation nach innen und außen verantwortlich ist. Unsere Geschäftsführung berichtet an den Unternehmensbeirat, der aus Akteuren der Stadt und des Landes Hessens besteht und alle drei bis vier Monate tagt. Die Aufgabe des Unternehmensbeirats besteht in der Rückkoppelung der GmbH mit den Geschäftsleitungen der städtischen Beteiligungen. Auf diese Weise wird ein gemeinsames Verständnis für das Gesamtprojekt aufgebaut und die vertrauensvolle Zusammenarbeit gefördert. Der Geschäftsführung übergeordnet und dem Unternehmensbeirat vorsitzend ist der Oberbürgermeister. Des Weiteren berichtet die Geschäftsführung an den 31-köpfigen Ethik- und Technologiebeirat, der sich interdisziplinär aus Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammensetzt und die Geschäftsführung beratend bei der Beurteilung der Herausforderungen der Digitalisierung aus ethischer Sicht zur Seite steht. Eine ebenfalls unterstützende Funktion für die Geschäftsführung kommt dem Sponsorenbeirat zu.

Abbildung: Organigramm der Digitalstadt Darmstadt GmbH

Dabei stützen wir uns auf unsere Projektpartner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Je nach Thema und Projektart übernehmen unsere Projektpartner die Umsetzung von Projekten, wie beispielsweise die ENTEGA Energie GmbH im Energiebereich, die HEAG mobilo im Mobilitätsbereich oder das Klinikum Darmstadt im Handlungsfeld Gesundheit.

Auch im Bereich der Start-up-Förderung ist Darmstadt sehr aktiv tätig und baut zusammen mit Kooperationspartnern ein Start-up-Ökosystem mit verschiedenen Anlaufstellen auf. Das House of IT zum Beispiel ist ein wissenschaftsnahes Zentrum zur Förderung innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt verknüpft es Mitgliedsunternehmen mit kreativen Gründern und jungen Tech-Startups. Des Weiteren ist Darmstadt Gastgeber verschiedener Veranstaltungen zur Vernetzung und zum Austausch von Start-up-Gründern, Entrepreneurs und originellen Köpfen, wie dem Founder Summit oder der Hub Night zum Thema Cybersecurity im Fraunhofer Institut.

Abbildung: Projektpartner aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft

Unser Ziel ist es, die Strategie bis Anfang des Jahres 2019 in die Umsetzungsphase zu überführen. Wir öffnen diesen Prozess in Workshops für die Öffentlichkeit, um unserem Anspruch der Bürgerbeteiligung und der ganzheitlichen Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gerecht zu werden. In diesen Workshops sammeln wir Rückmeldungen zu bereits laufenden Projekten und Ideen für zusätzliche Projekte. Die Transformation hin zu einer digitalen Stadt lässt sich in vier Phasen unterscheiden.

In der ersten Phase finden weitere Konsultationen und die Finalisierung der Strategie statt. Da sich die digitale Welt und deren Technologien stetig weiterentwickeln, werden wir in der vierten Phase den Umsetzungsfortschritt der Strategie kontinuierlich kontrollieren. Neben einem umfassenden Erfolgsmonitoring anhand von definierten Erfolgsindikatoren wird evaluiert, wie sich das Projektportfolio und einzelne Projekte im Portfolio verbessern und optimieren lassen. Regelmäßige Reflexionsstufen stellen außerdem sicher, dass wir den Bezug zu unserer übergeordneten Vision und unseren Kernzielen beibehalten. Um auf verschiedene Erfahrungswerte sowie eine breite Wissensbasis zurückgreifen zu können, beziehen wir betroffene Interessengruppen auch in die Evaluation eng mit ein. Dadurch legen wir den Grundstein dafür, dass sich die Digitalstadt Darmstadt fortlaufend weiterentwickelt und am Puls der Zeit bleibt.

Abbildung: Vier Phasen der Strategieumsetzung

Anregungen und Feedback (10)

Beitrag_Strategie-Event

ID: 85 16.11.2018 16:13

Damit das gesamtheitlich produktiv wird, wird eine gemeinsame offene IT-Architektur benötigt, an die möglichst viele Partner ihre Projekte „andocken“ und Daten austauschen können.
Ohne eine gesamtheitliche Architektur wird eine Vielzahl nicht-kompatibler Insellösungen entstehen.

Beitrag_Strategie-Event

ID: 84 16.11.2018 16:13

Gründerstammtisch von HIGHEST mit ca. 50 Gründungsinteressierten (alle zwei Monate). Fokus: Digitale Geschäftsideen.

Beitrag_Strategie-Event

ID: 83 16.11.2018 16:12

Phase 4 wird als nicht endende Phase dargestellt. Wird es eine kontinuierliche Bürgerbeteiligung bei der Digitalisierung Darmstadts geben?

Beitrag_Strategie-Event

ID: 82 16.11.2018 16:12

Was hat es mit „Schwarmstadt“ (20-35 jährige Bürger) auf sich? Was ist mit Bürger/innen anderer Altersklassen?

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Mari

ID: 105 19.11.2018 02:58

https://www.deutschlandfunkkultur.de/neues-stadtviertel-fuer-darmstadt-ehemalige-kaserne-wird.1001.de.html?dram:article_id=425916

Beitrag_Strategie-Event

ID: 79 16.11.2018 16:11

Gründungsinkubator CRISP Start UP secure - wird seit kurzem vom BMBF gefördert - Ziel: IT-Sicherheitsgründungen fördern. Lediglich vier Standorte in Deutschland (einer davon Darmstadt).